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Aktuelle Neuigkeiten

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22.9.2017
Unser Prämienhengst Herzensbrecher (v. Ruffian Reef xx - Imperio) sammelt weiter Schleifen. In der Reitpferdeprüfung beim Turnier in Looper Holz gab es einen tollen 2. Platz mit einer 8,0 für Krümel und unseren Nachwuchshengst. Und anderer Nachwuchs macht sich auch gut - unser Taifun (v. Polartanz a.d. Top Ten v. El Greco TSF - Motley xx) wurde vom ZSAA als Prämienfohlen ausgezeichnet.

Und auch von unseren ehemaligen Ausbildungspferden gibt es tolle Nachrichten. In den USA sicherte sich Regenmann (v. Kaiserdom TSF - Consul) mit seiner Besitzerin und Reiterin Jessica Hargave den 2. Platz im CIC** bei den Copper Meadows Horse Trials. Dieser hochsensible Wallach, der seinen Namen seiner Zeit auf dem Majenfelderhof verdankt, kam direkt vom Trakehner Hengstmarkt als nicht gekörter 2jähriger zu uns und wurde hier im Besitz von Holger Hötzel, USA, angeritten und aufgebaut. Wir freuen uns sehr über die tolle Nachricht! In ähnliche Fußstapfen tritt auch der Fuchswallach Jagiello (v. Czar - Ajbek, Z.: Pirjo Majurin), wie Regenmann ein Absolvent der Majenfelder Grundschule und tatsächlich schon als Jungpferd aus Finnland zu uns gekommen. Er konnte sich beim CCI* in Strezgom ebenfalls an 2. Stelle platzieren. Glückwunsch nach Finnland! Derweil hat sich unser ehemaliger Stationshengst Ballzauber (v. Axis TSF - Itaxerxes) aus der Zucht von Vera Feist in den USA als erfoglreicher FEI Dressurhengst etabliert und konnte in diesem Jahr mehrfach bis St Georg siegreich die Heimreise antreten. Er wurde aufgrund seiner Leistungen von der ATA mit der Performance Silver Auszeichnung versehen und steht nun als Balzzauber *Ps* auf den Ergebnislisten.

Im Sommer hieß es auch Abschied nehmen von unserem langjährigen Pensionshengst Tzigane *Pb*. Er flog zurück in die USA, wo er nach seiner Quarantäne an seine Geburtsstätte zurückkehren wird. Nach wie vor im Besitz von Kim Hunter steht er den Züchtern nun über die Legacy Trakehner Farms bei Zena Farrell zur Verfügung. Wir vermissen unseren Amerikaner sehr, aber freuen uns so rittige, sportliche Nachzucht von ihm im Stall zu haben. Es war eine tolle Zeit mit Dir, Taz! Alles Gute für Dich!

Taz und Krümel, vor der Abfahrt zum Flughafen

6.8.2017
Wir waren in den letzten Wochen mit einigen Ausbildungspferden auf Tour. Hier ist ein kurzer Überblick:

Zum wiederholen Mal konnten wir den Titel "Beste Springstute" einer ZSE des Trakehner Verbandes mit nach Hause nehmen. In Westfalen wurde Jagellonica (v. Special Memories *Pg* - Ajbek) aus der Zucht von Pirjo Majurin mit 8,7,7,5/7,5,7,7,5/8,5 eingetragen und ist nun Prämienanwärterin. Die Mutter, Jasiolka, brachte auch den Wallach Jagiello (v. Czar), der bei uns ausgebildet wurde und mittlerweile im 1-Sternebereich in der Vielseitigkeit angekommen ist. Aus dem gleichen Züchterstall stammt auch Rhapsody (v. Tzigane *Pb* - Big Shuffle xx), der bei uns ebenfalls seine Kindheit und ersten Ausbildungsschritte absolviert hat. Mit Turniererfahrung im Gelände ging dieser großrahmige Sportler nun in neue Besitzerhände nach Bayern - wir wünschen viel Erfolg und Freude mit dem neuen Kumpel im Stall!

Beste Springstute: Jagellonia

Buschnachwuchs in Bayern: Rhapsody

Unser Prämienhengst Herzensbrecher (v. Ruffian Reef xx - Imperio) ist nun schon mehrfach Reitpferdeprüfung platziert, zuletzt an 4. Stelle in der stark besetzten Prüfung in Eutin. Immer im Sattel - Krümel! Bootsmann (v. Tzigane *Pb* - Abisko, Z.+B.: Gabriele Bramer) platzierte sich in Eutin und Bad Segeberg jeweils in der Springpferdeprüfung Kl. A. Mit Herzsonne (v. Axis TSF - Radom) aus der Zucht und dem Besitz von Gabriele Bramer konnte Krümel dann die Bronzemedaille in der Kreismeisterschaft Vielseitigkeit 2017 gewinnen! Überhaupt hat Herzsonne eine überaus erfolgreiche Saison dieses Jahr. Und auch Suleiken (v. Münchhausen TSF - Starway, Z.: Renate Dettmering) aus dem Besitz von Elmar Flötotto konnte sich dieses Jahr mehrfach in Dressurpferdeprüfungen der Kl. A platzieren.

Herzensbrecher - nicht nur im Dressurviereck ein Hingucker!

Für unsere kleine Hengststation war auch die Eintragungssaison 2017 wirklich ein Highlight. Die bei uns stationierten Hengste Glücksruf I und Tzigane *Pb* produzierten aus wirklich sehr kleinen Fohlenjahrgängen gleich zwei Siegerstuten: in Niedersachen-Hannover trabte die imponierende Kia Ora (v. Glücksruf I - Kostolany, Z.+B. Ilonka Danowski) unangefochten an die Spitze eines extrem starken Feldes. Und bei der Eintragung der Neuen Bundesländer/Süd stand die hochelegante Ruzicka (v. Tzigane *Pb* - Connery) aus der Zucht der Familie Deutsch ganz vorne. Sie hat mittlerweile ihre Box bei uns bezogen. Glücksruf I konnte auch noch mit einer Prämienanwärterin in Westfalen aufwarten - seine bei uns gezeugte Tochter Lucky Lady (MV King Arthur TSF) überzeugte die Kommission ebenfalls.

Siegerstute Kia Ora (Foto: Beate Langels)

Siegerstute Ruzicka (Foto: Julia Hipp)

Und dann ging es Ende Juli zur HLP des ZSAA nach Marbach, im Gepäck unser High Light (v. Well Done xx - Manrico). Er spielte sein Talent vor allem am Sprung und im Gelände aus und kam auf ein Endergebnis von 7,2. Details folgen!

High Light im Gelände von Marbach

4.7.2017
Der Tag, von dem man immer weiß, dass er einmal kommt, war am 27.6.2017 da - wir mussten uns von unserem König Manrico verabschieden. Mit Manricos Tod geht hier im Gestüt spürbar eine Ära zu Ende und wir sind immer noch alle geschockt von diesem Verlust. Sicher - Pferde, die ein stolzes Alter erreichen, sterben auch mal. Und wir können froh sein, dass der alte Herr friedlich in seiner Box einschlafen konnte und ihm Leiden erspart wurden. Aber das macht die Sache nur rational besser, nicht im Herzen. Die Box am Ende des Hengststalles ist nun leer, Nachbar Springy sucht vergeblich nach seinem Opa und man ertappt sich unweigerlich dabei, dass der Kloss im Hals auf dem Weg die Stallgasse runter immer dicker wird.

Manrico war wie kaum ein zweiter Teil, ja das Herzstück, von Majenfelde. Er hat mich im Sport hocherfolgreich bis Kl. S begleitet, er hat unzählige Besucher mit seiner einmaligen Ausstrahlung in seinen Bann gezogen, durch ihn verband mich eine lange, tiefe Freundschaft mit seinem Züchter Karl Deerberg. Wirklich leben tut dieses Gestüt aber durch seine Töchter - beim Gang durch den Laufstall schaue ich jeden Abend in so viele "Manrico-Gesichter". Das sind nicht die puppenhaften Trakehnertypen, die einem sonst die Rasse sofort offenbaren. Es sind kerne, geradlinige Gesichter mit hellwachen Augen und der Ausstrahlung von Pferden, die mitdenken, die einem das Leben nicht schwer machen. Kurz - typische Kinder, Enkel, Urenkel eines genialen Hengstes. Einem, der wirklich in verschiedenen Aspekten als "Stempelhengst" gelten darf, im wörtlichen Sinne zu verstehen. Wir werden wohl für immer von Manricos großartigen Eigenschaften als Reitpferdemacher profitieren, egal welch anderer Hengst sich hier auf den Stuten mal ausprobieren darf. Manrico ist in Majenfelde überall. Es ist fast so, als ob er gar nicht weg ist.

Manricos Lebensweg war für die damaligen Verhältnisse seiner Jugend eher ungewöhnlich, denn er kam nicht aus einem klassischen Neumünsteraner Körjahrgang. Gekört wurde er 1995 in Alsfeld als 3jähriger und ging dann zum ersten Deckeinsatz nach Hämelschenburg. Im Winter des gleichen Jahres legte er seinen 100 Tage Test in Warendorf mit Spitzenergebnissen ab (2. von 20) und damals wurde auch schnell klar, dass hier kein Spartenspezialist heranwächst. Manricos Dressur und Springindex waren deutlich über 100 Punkte - diese Doppeleigenschaft hat er immer treu an seine Nachkommen weitergegeben. Manricos Deckgeschäft war allerdings von Anfang an eher überschaubar. Ich habe viele Jahre damit verbacht mir den Kopf zu zerbrechen, woran das wohl gelegen haben wird. Am Ende muss man eben feststellen, dass besonders in der Trakehner Zucht der bewiesene "Althengst" auch als 5jähriger schon abgeschrieben sein kann, und das sicher nicht zum Wohle der Zucht. Am Ende stehen in Manricos Bilanz 40 eingetragene Töchter, davon 12 mit Prämie und noch deutlich mehr mit sehr guten Leistungsprüfungen und immer wieder Spitzennoten im Springen. Coco Chanel II, La Luna IV und Tamy II sind in den FN Leistungsstutbüchern A bzw. D, seine Tochter Rominten ist die Großmutter des 2016 gekörten und nun auch erfolgreich leistungsgeprüften Rhenium. In Kanada wurde der Manrico-Sohn Tiernan gekört - er stammt aus einer Stute von Buddenbrock, die wir für ihre Besitzerin nach der Auktion in NMS auf ZSE und SLP vorbereiten durften und mit der uns eine langjährige Freundschaft verbindet. Das war eben auch Manrico - mit vielen Fans über alle Grenzen hinweg! Manricos Ausbildung und damit auch indirekt meine Karriere mit ihm im Dressursport hat sicherlich auch deutlich von seiner Zeit bei Klaus Balkenhol profitiert - und auch zu Klaus besteht bis heute eine langjährige Freundschaft. Mit Manrico konnte ich Erfolge bis Inter I verbuchen. Auf Manrico zu sitzen hat mir bis zum letzten Ritt diebische Freude beschert - es gibt viele Fotos von uns, die nicht gestellt sind, sondern wo ich einfach von einem Ohr bis zum anderen spontan breit grinse. Manrico war toll zu reiten, aber er hat einen auch mal arbeiten lassen - das immer mit einem Zwinkern in den Augen. Von wegen Pferde haben keinen Humor ..... Die FN verzeichnet 50 eingetragene Turnierpferde für Manrico, darunter mehrere bis M bzw. S erfolgreiche Dressurpferde sowie mit Domingo und Don Juan M zwei international * bzw. ** platzierte Vielseitigkeitspferde. Mit Espresso kommt noch ein bis Kl. M platzieres Springpferd dazu. Bei uns im Gestüt sind seine Töchter Hot Colour, Vollschwester Hot Starlight, Caros Colour, und die Enkelin Hot n'Spicey weiterhin vertreten. Manricos Tochter Helia, seinerzeit als Zwilling geboren, lieferte die bei uns stationierten ZSAA gekörten, reinrassigen Trakehner Hengste High Spirit und High Light, sowie einige Nachwuchsstuten. Wie machen uns also keine Sorgen, dass uns diese wichtigen leistungsgeprüften Genreserven in naher Zukunft verloren gehen.

Und dennoch - ich werde unsere allabendliche Spaziergänge mit meinem alten Freund sehr vermissen. Der König von Majenfelde hieß nicht nur so, weil wir einen netten Spitznamen gesucht haben. Er trat jeden Abend mit mir an der Hand deutlich hörbar auf die Stallgasse und stattete jedem in seinem Reich einen Besuch ab. Dabei war es ihm eigentlich egal, ob er seine Hengstkollegen mal ordentlich zurecht weisen musste (es kann nur einen geben!) oder ob er die Damen in die Nüstern bekam. Seit einigen Jahren war seine Befruchtungsrate leider stark eingebrochen, aber als Casanova hat er hier einen außerordentlich erfolgreichen Dienst versehen. Und wie ich glaube, auch mit reichlich Stolz.

Lieber Manrico - von Herzen danke für alles, was du für uns erreicht hast, es war weiß Gott nicht immer einfach. Ich hoffe, Du hast Karl da oben gefunden! Bis zum nächsten mal.

Deine Steffi

24.1.2017
Am vergangenen Wochenende trat unser Prämienhengst Herzensbrecher v. Ruffian Reef xx a.d. Herzensglück v. Imperio) zum ersten Turnierstart seiner Karriere an. Beim Remonte-Hallen-Turnier in Behrendorf, einer traditionellen Holsteiner Hochburg, platzierte sich Herzensbrecher unter Tanja "Krümel" Kuhn auf Anhieb auf Platz 6 in einem 24-köpfigen Starterfeld. Sein Ausbildungsstand wurde mit einer 8,0 bewertet.

Herzensbrecher im Dezember 2016